KT from the Future

Auszug aus: Der Große Brockhaus, neue überarbeitete Ausgabe aus dem Jahr 2087

zu Guttenberg, Karl-Theodor, geb. 1971, ehem. dt. Politiker und Verteidigungsminister (→CSU), der heute im Bes. mit den bildungspolitischen Umwälzungen des frühen 21. Jhs. in Verbindung gebracht wird. Da G. im Zuge der sog. →Fußnoten-Affäre nicht zurücktrat, wuchs innerhalb der wissenschaftl. Gemeinschaft der Unmut gegen dessen Alma Mater, die Universität Bayreuth, der als erster Hochschule überhaupt von der →HRK das Recht zur Prädikatvergabe aberkannt wurde. Gleichzeitig ließ unter den Studierenden die Arbeitsmoral bundesweit deutlich nach. Zum Eklat kam es in der Folge bei einem Wahlkampfauftritt G.s in Baden-Württemberg, als ein geistig verwirrter Professor für Staatsrecht G. mit einem Exemplar von dessen eigener Promotionsschrift erschlagen wollte. Die →BILD-Zeitung nutzte dies als Anlass zur Gründung der ersten von heute insgesamt 185 →Volks-Universitäten, die nach und nach die alten Hochschulen vollkommen verdrängten. Obwohl G. weiterhin als geeigneter Kanzlerkandidat galt, stolperte er nur wenige Monate später über die sog. →Schwarzkopf-Affäre, als bekannt wurde, dass der Minister eine Jahresration Haargel  zum privaten Gebrauch über Mittel des Verteidigungsetats bezogen hatte. G. lebte fortan zurückgezogen mit seiner Frau in einer kleinen Villa nahe →Kunduz, Afghanistan und verstarb im Jahr 2053 kurz vor Abzug der letzten deutschen Truppen.

(Foto: public domain)
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